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Monday, April 20, 2015

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Weinbau und Landwirtschaft prägen Identität unseres Landes

„Landwirtschaft und Weinbau sind wichtige Säulen unserer Wirtschaft und prägen die Identität des Landes“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Antrittsbesuch von Michael Horper, dem Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau am Montag in der Staatskanzlei.In Rheinland-Pfalz betrage der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung 1,2 Prozent. Das sei mehr als im Bundesdurchschnitt. „Die Landwirtinnen und Landwirte und die Winzerinnen und Winzer stärken aber nicht nur unsere Wirtschaft, sie sind auch Aushängeschild unseres Landes durch die qualitativ hohen Produkte, die sie weltweit exportieren“, so die Ministerpräsidentin. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper sprachen auch über die Gestaltung des ländlichen Raumes vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. „Der demografische Wandel stellt auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Sie prägt das Gesicht unserer Region. Mit Investitionen in die Infrastruktur möchten wir unsere Landwirtinnen und Landwirte unterstützen und die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Zukunft sichern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.Zudem sprachen der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes und die Ministerpräsidentin über die Fachkräftesicherung: „Wir wollen, dass sich auch in Zukunft viele junge Menschen für eine Ausbildung in Landwirtschaft und Weinbau entscheiden und entwickeln gemeinsam Strategien, um den Nachwuchs zu fördern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU war ein weiteres Thema des Treffens. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper waren sich einig, dass Rheinland-Pfalz bei der nationalen Umsetzung der Reform gut verhandelt habe. „Dies kommt vor allem dem bäuerlichen Mittelstand, der 92 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe ausmacht, zugute. Dass man Maßnahmen, wie die einzelbetriebliche Investitionsförderung, auf hohem Niveau fortführen kann, ist der Landesregierung und den Landwirtschaftsverbänden ein wichtiges Anliegen gewesen“, sagte die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung der Reform sei mit vielen Neuerungen verbunden. Dabei wolle die Landesregierung die Landwirtinnen und Landwirte und Winzerinnen und Winzer bestmöglich unterstützen und informieren.Sie freue sich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Michael Horper bei diesen wichtigen Themen, so die Ministerpräsidentin. Im Februar 2015 war der Landwirt und Chef eines eigenen Milchviehbetriebs mit Biogasanlage in Üttfeld in der Eifel zum Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau gewählt worden. Von 2011 bis 2015 war er der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie der Vorsitzende der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Landwirtschaft und Weinbau sind wichtige Säulen unserer Wirtschaft und prägen die Identität des Landes“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Antrittsbesuch von Michael Horper, dem Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau am Montag in der Staatskanzlei.

In Rheinland-Pfalz betrage der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung 1,2 Prozent. Das sei mehr als im Bundesdurchschnitt. „Die Landwirtinnen und Landwirte und die Winzerinnen und Winzer stärken aber nicht nur unsere Wirtschaft, sie sind auch Aushängeschild unseres Landes durch die qualitativ hohen Produkte, die sie weltweit exportieren“, so die Ministerpräsidentin.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper sprachen auch über die Gestaltung des ländlichen Raumes vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. „Der demografische Wandel stellt auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Sie prägt das Gesicht unserer Region. Mit Investitionen in die Infrastruktur möchten wir unsere Landwirtinnen und Landwirte unterstützen und die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Zukunft sichern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zudem sprachen der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes und die Ministerpräsidentin über die Fachkräftesicherung: „Wir wollen, dass sich auch in Zukunft viele junge Menschen für eine Ausbildung in Landwirtschaft und Weinbau entscheiden und entwickeln gemeinsam Strategien, um den Nachwuchs zu fördern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU war ein weiteres Thema des Treffens. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper waren sich einig, dass Rheinland-Pfalz bei der nationalen Umsetzung der Reform gut verhandelt habe. „Dies kommt vor allem dem bäuerlichen Mittelstand, der 92 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe ausmacht, zugute. Dass man Maßnahmen, wie die einzelbetriebliche Investitionsförderung, auf hohem Niveau fortführen kann, ist der Landesregierung und den Landwirtschaftsverbänden ein wichtiges Anliegen gewesen“, sagte die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung der Reform sei mit vielen Neuerungen verbunden. Dabei wolle die Landesregierung die Landwirtinnen und Landwirte und Winzerinnen und Winzer bestmöglich unterstützen und informieren.

Sie freue sich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Michael Horper bei diesen wichtigen Themen, so die Ministerpräsidentin. Im Februar 2015 war der Landwirt und Chef eines eigenen Milchviehbetriebs mit Biogasanlage in Üttfeld in der Eifel zum Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau gewählt worden. Von 2011 bis 2015 war er der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie der Vorsitzende der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Landesregierung Rheinland-Pfalz

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: E-Akte modernisiert öffentliche Verwaltung

Die Landesregierung hat in der heutigen Kabinettsitzung die Weichen dafür gestellt, dass die rheinland-pfälzische Landesverwaltung digital wird. Der Ministerrat hat grundsätzlich beschlossen, in den Behörden und Ämtern des Landes die elektronische Akte (E-Akte) einzuführen. Zugleich gab das Kabinett den zuständigen Ministerien den Auftrag, ein Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung zu erarbeiten. „Eine moderne, effiziente und transparente Verwaltung ist eine Säule unseres Programms ‚Digital Leben und Arbeiten in Rheinland-Pfalz‘“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Anschluss an die Kabinettssitzung. „Mit der Einführung der E-Akte auf einer gesetzlichen Grundlage legen wir den Grundstein für eine umfassende Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in unserem Land. Dabei werden wir die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen, um auch die Umsetzung des Transparenzgesetzes zu erleichtern“, so die Ministerpräsidentin. „Wir wollen unseren Beamtinnen und Beamten und den Beschäftigten die Technologien an die Hand geben, die erforderlich sind, um die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung effektiv, bürgernah und ressourcenschonend zu erfüllen“, betonte die Ministerpräsidentin. Mit der Modernisierung der Landesverwaltung verbinde der Ministerrat auch die Erwartung, dass der öffentliche Dienst als Arbeitgeber beispielsweise durch mehr Möglichkeiten zu mobilem Arbeiten attraktiv bleibe und dass schnelle Verwaltungsverfahren den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz weiter stärkten.Die organisatorischen, technischen und vor allem die finanziellen Herausforderungen des Projekts „E-Akte“ seien im Vorfeld intensiv geprüft worden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Investitionsbedarf für die Behörden und Einrichtungen der Landesregierung beliefen sich dabei nach heutigem Stand auf rund acht Millionen Euro. Die Landesregierung hat in der heutigen Kabinettsitzung die Weichen dafür gestellt, dass die rheinland-pfälzische Landesverwaltung digital wird. Der Ministerrat hat grundsätzlich beschlossen, in den Behörden und Ämtern des Landes die elektronische Akte (E-Akte) einzuführen. Zugleich gab das Kabinett den zuständigen Ministerien den Auftrag, ein Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung zu erarbeiten.

„Eine moderne, effiziente und transparente Verwaltung ist eine Säule unseres Programms ‚Digital Leben und Arbeiten in Rheinland-Pfalz‘“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Anschluss an die Kabinettssitzung. „Mit der Einführung der E-Akte auf einer gesetzlichen Grundlage legen wir den Grundstein für eine umfassende Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in unserem Land. Dabei werden wir die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen, um auch die Umsetzung des Transparenzgesetzes zu erleichtern“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir wollen unseren Beamtinnen und Beamten und den Beschäftigten die Technologien an die Hand geben, die erforderlich sind, um die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung effektiv, bürgernah und ressourcenschonend zu erfüllen“, betonte die Ministerpräsidentin. Mit der Modernisierung der Landesverwaltung verbinde der Ministerrat auch die Erwartung, dass der öffentliche Dienst als Arbeitgeber beispielsweise durch mehr Möglichkeiten zu mobilem Arbeiten attraktiv bleibe und dass schnelle Verwaltungsverfahren den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz weiter stärkten.

Die organisatorischen, technischen und vor allem die finanziellen Herausforderungen des Projekts „E-Akte“ seien im Vorfeld intensiv geprüft worden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Investitionsbedarf für die Behörden und Einrichtungen der Landesregierung beliefen sich dabei nach heutigem Stand auf rund acht Millionen Euro.

Landesregierung Rheinland-Pfalz

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Prägen Identität des Landes

„Landwirtschaft und Weinbau sind wichtige Säulen unserer Wirtschaft und prägen die Identität des Landes“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Antrittsbesuch von Michael Horper, dem Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau in der Staatskanzlei. In Rheinland-Pfalz betrage der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung 1,2 Prozent. Das sei mehr als im Bundesdurchschnitt. „Die Landwirtinnen und Landwirte und die Winzerinnen und Winzer stärken aber nicht nur unsere Wirtschaft, sie sind auch Aushängeschild unseres Landes durch die qualitativ hohen Produkte, die sie weltweit exportieren“, so die Ministerpräsidentin.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper sprachen auch über die Gestaltung des ländlichen Raumes vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. „Der demografische Wandel stellt auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Sie prägt das Gesicht unserer Region. Mit Investitionen in die Infrastruktur möchten wir unsere Landwirtinnen und Landwirte unterstützen und die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Zukunft sichern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zudem sprachen der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes und die Ministerpräsidentin über die Fachkräftesicherung: „Wir wollen, dass sich auch in Zukunft viele junge Menschen für eine Ausbildung in Landwirtschaft und Weinbau entscheiden und entwickeln gemeinsam Strategien, um den Nachwuchs zu fördern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU war ein weiteres Thema des Treffens. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Michael Horper waren sich einig, dass Rheinland-Pfalz bei der nationalen Umsetzung der Reform gut verhandelt habe. „Dies kommt vor allem dem bäuerlichen Mittelstand, der 92 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe ausmacht, zugute. Dass man Maßnahmen, wie die einzelbetriebliche Investitionsförderung, auf hohem Niveau fortführen kann, ist der Landesregierung und den Landwirtschaftsverbänden ein wichtiges Anliegen gewesen“, sagte die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung der Reform sei mit vielen Neuerungen verbunden. Dabei wolle die Landesregierung die Landwirtinnen und Landwirte und Winzerinnen und Winzer bestmöglich unterstützen und informieren.

Sie freue sich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Michael Horper bei diesen wichtigen Themen, so die Ministerpräsidentin. Im Februar 2015 war der Landwirt und Chef eines eigenen Milchviehbetriebs mit Biogasanlage in Üttfeld in der Eifel zum Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau gewählt worden. Von 2011 bis 2015 war er der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie der Vorsitzende der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.
Landesregierung Rheinland-Pfalz

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Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) eine erste Abschätzung der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg für das Jahr 2014 vorgelegt.

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller wies darauf hin, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Strom- und Wärmeerzeugung auch im vergangenen Jahr wieder angestiegen ist: „Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Endenergieverbrauch für Strom, Wärme und Kraftstoffe hat im Jahr 2014 mit 12,8 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht.“ Dennoch zeigten die Zahlen, dass die Erneuerbaren noch viel Luft nach oben hätten. Die Landesregierung werde den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien daher auch künftig tatkräftig unterstützen. 

Die Bruttostromerzeugung im Land ging der Abschätzung zufolge vergangenes Jahr um 2,2 Prozent auf insgesamt 60,2 Terawattstunden zurück. „Rund 14 Terawattstunden hiervon haben Wind, Sonne, Biomasse und Wasser erzeugt, im Jahr zuvor waren es noch 13,8 Terawattstunden“, erklärte Minister Untersteller. „Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist von 22,4 Prozent im Jahr 2013 auf nunmehr 23,2 Prozent angestiegen.“ Auch beim Bruttostromverbrauch hat sich die Quote von 17,6 Prozent im Jahr 2013 auf 18,3 Prozent im Jahr 2014 erhöht.

Der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung betrug letztes Jahr 1,1 Prozent bei einer installierten Leistung von insgesamt rund 560 Megawatt. „Allerdings sind im letzten Jahr 94 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 250 Megawatt genehmigt worden“, betonte der Umwelt- und Energieminister. Ende 2014 seien den Genehmigungsbehörden zudem Anträge für etwa 250 weitere Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 700 Megawatt vorgelegen. „Das zeigt mir, dass der Anteil der Windenergie künftig kräftig ansteigen wird“, so Untersteller.

Erfreut zeigte sich der Minister über den Anstieg der Stromerzeugung aus Photovoltaik: „Nachdem die Photovoltaik schon in den Vorjahren die größten Zuwachsraten verzeichnen konnte, hat sie im Jahr 2014 nochmals um elf Prozent auf jetzt knapp 4,7 erzeugte Terawattstunden zugelegt. Mit einem Anteil von 7,7 Prozent an der Bruttostromerzeugung hat sie damit erstmals den bisherigen Spitzenreiter bei den Erneuerbaren, die Wasserkraft mit einem Anteil von 7,6 Prozent, auf Platz zwei verdrängt.“ Nicht vergessen werden dürfe dabei allerdings die witterungsbedingt geringere Stromerzeugung aus Wasserkraft, die von 5,1 Terawattstunden im Jahr 2013 auf lediglich knapp 4,6 Terawattstunden im Jahr 2014 zurückging.

Überhaupt habe das milde Wetter das letzte Jahr stark geprägt, so Franz Untersteller weiter. „Zur Wärmeerzeugung waren deswegen weniger Brennstoffe nötig, der Verbrauch an Endenergie ging hier gegenüber dem Vorjahr um über elf Prozent von 175 auf nunmehr 155 Terawattstunden zurück.“ Zwar sei damit auch der Verbrauch der erneuerbaren Energien im Wärmesektor von 18,4 Terawattstunden in 2013 auf 16,7 Terawattstunden im Jahr 2014 zurückgegangen, insbesondere aufgrund eines weiteren Wachstums bei der Solarthermie sei der zu erwartende Rückgang der Erneuerbaren allerdings schwächer ausgefallen als bei den fossilen Energieträgern. „Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch zur Wärmebereitstellung ist somit von 10,5 auf rund 10,8 Prozent leicht angewachsen.“

Da auch der Stromverbrauch mit aktuell 76 Terawattstunden um drei Prozent leicht zurück ging, hat der Primärenergieverbauch  in Baden-Württemberg im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um fast sechs Prozent abgenommen.

Weitere Informationen

Sowohl die Energieerzeugung wie auch der Energieverbrauch können nach unterschiedlichen Kriterien ermittelt werden. Dazu eine kurze Übersicht über häufig verwendete Begriffe: 

Erneuerbare Energie (auch regenerative Energie genannt) ist Energie aus Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind oder sich vergleichsweise schnell erneuern. Dazu zählen Sonnenenergie, Wasserkraft, Windkraft, Erdwärme, Bioenergie.

Fossile Energie wird aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die wie Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Diese fossilen Energieträger basieren auf dem Kohlenstoffkreislauf und ermöglichen damit, in vergangenen Zeiten gespeicherte (Sonnen)energie heute zu verwerten. Bei der Nutzung wird klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt.

Primärenergieverbrauch: Verbrauch beziehungsweise Absatz von Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden, wie zum Beispiel Steinkohle, Braunkohle, Rohöl oder Erdgas.

Endenergieverbrauch: Verbrauch von Energieträgern durch den Endverbraucher beziehungsweise Absatz von Energieträgern an den Endverbraucher. Nicht enthalten ist insbesondere der Energieeinsatz für Umwandlung beziehungsweise Weiterverarbeitung von Primärenergieträgern (zum Beispiel Stromproduktion, Raffinerien etc.).

Bruttostromerzeugung: Bruttostromerzeugung ist die erzeugte elektrische Arbeit, gemessen an den Generatorenklemmen einer Erzeugungseinheit, das heißt einschließlich des Eigenverbrauchs der Erzeugungseinheit. 

Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2014 (PDF)

Mitteilungen des Landes Baden-Württemberg

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Luftschadstoffgrenzwerte in Stuttgart ohne weitere Maßnahmen nicht bis 2020 einhaltbar

Am Stuttgarter Neckartor wurden auch im Jahr 2015 bereits die EU-Vorgaben für Feinstaub überschritten. Aktuelle Prognoserechnungen zeigen zudem, dass ohne weitere Maßnahmen auch bis 2020 der Grenzwert nicht eingehalten wird.

„Um die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten zu können, müssen wir daher zu weiteren wirksameren Maßnahmen nicht nur beim Verkehr greifen. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI), das Regierungspräsidium Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart arbeiten daher derzeit gemeinsam ein Maßnahmenkonzept aus, das in ein Bürgerbeteiligungsverfahren eingebracht wird“, sagte die Staatssekretärin Gisela Splett.

An der Messstation Stuttgart „Am Neckartor“ wurde das Jahreslimit für Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub PM10 am 23. März 2015 überschritten. Zulässig sind 35 Tage mit Messwerten über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter pro Kalenderjahr. Bis Ende März wurden jedoch schon 38 Überschreitungstage registriert. Das sind mehr als erlaubt, aber weniger als in den Vorjahren. 

„Die EU-Fahrzeugvorgaben entlasten die Stuttgarter Luft in dem Maße, in dem neuere, schadstoffärmere Fahrzeuge eingesetzt werden. Das Abwarten der laufenden Erneuerung der Fahrzeugflotte und die damit verbundenen niedrigeren Emissionen an Stickstoffoxiden und Feinstaubpartikeln reichen aber nicht. So kann im Ballungsraum Stuttgart nicht überall eine Einhaltung der Grenzwerte bis zum Jahr 2020 erreicht werden“, führt Staatssekretärin Splett aus. 

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid (40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel) würde nach einer aktuellen Wirkungsabschätzung 2020 immer noch auf rund 100 Kilometern der insgesamt 710 Kilometer relevanten Straßenabschnitte im Ballungsraum Stuttgart überschritten. Auch bei Feinstaub PM10 würde die Zahl der Tage mit Grenzwertüberschreitung 2020 immer noch auf ca. 10 Kilometern der relevanten Straßenabschnitte überschritten. Dazu gehört das Neckartor. 

Die Berechnungen sind Ergebnis von Untersuchungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) für den Ballungsraum Stuttgart. Um die Wirkung verschiedener diskutierter Maßnahmen bewerten zu können, wurde in einem ersten Schritt ausgehend vom Basisjahr 2013 die Verkehrs- und Belastungssituation bis zum Jahr 2020 hochgerechnet. Die Trendanalysen für das Jahr 2020 zeigen, dass die prognostizierte Erneuerung der Fahrzeugflotte trotz Zunahme der Fahrleistung zwar zu einer deutlichen Verminderung der Emissionen von Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 und auch einer Verbesserung der Luftschadstoffbelastung führt. Das Screening der Belastungssituation ergibt aber, dass bei Feinstaub PM10 und insbesondere bei Stickstoffdioxid an einigen Streckenabschnitten der vielbefahrenen Straßen die Grenzwerte voraussichtlich auch noch 2020 überschritten werden. Im zweiten Schritt der Studie wurden die Wirkungen verschiedener Maßnahmenszenarien auf der Grundlage der nun vorliegenden Erkenntnisse abgeschätzt. 

Die Arbeiten dauern noch an. Die Abschlussberichte der Studie werden nach Fertigstellung auf den Internetseiten der LUBW eingestellt.

Mitteilungen des Landes Baden-Württemberg

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Das Konto am Handgelenk: Deutsche Bank bietet Banking mit der Apple Watch

Ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen Mensch und Technologie: So beschreibt Apple seine intelligente Armbanduhr, die ab dem 24. April 2015 in Deutschland erhältlich ist. Passend hierzu hat die Deutsche Bank eine speziell an die Apple Watch angepasste Banking-App entwickelt. Damit können sich Mobile-Banking-Kunden persönliche Finanzinformationen schnell und bequem am Handgelenk auf ihrer Apple Watch anzeigen lassen. Benötigt werden nur ein iPhone mit aktuellem Betriebssystem und die kostenlose “Meine Bank”-App der Deutschen Bank.

Das Konto am Handgelenk: Deutsche Bank bietet Banking mit der Apple Watch

Deutsche Bank Apple Watch App Finanzübersicht / Quellenangabe: “obs/Deutsche Bank AG”

 

Das Konto am Handgelenk: Deutsche Bank bietet Banking mit der Apple Watch

Deutsche Bank Apple Watch App Filialfinder Karte / Quellenangabe: “obs/Deutsche Bank AG”

“Genau so wünschen sich unsere Kunden Banking heute”, sagt Markus Pertlwieser, Chief Operating Officer (COO) im Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank. “Innerhalb weniger Sekunden kann man auf umfangreiche Finanzservices zugreifen und zwar buchstäblich im Handumdrehen. Das Deutsche Bank-Banking mit der Apple Watch ist einfach, schnell und sicher.”

  • Als erste Bank in Deutschland ermöglicht die Deutsche Bank ihren Kunden Banking mit der Apple Watch
  • Mit der Deutsche Bank-App “Meine Bank” lassen sich Konto- und Depotinformationen direkt auf der neuen Apple Watch anzeigen

Private Finanzen stets im Blick

Das neue Banking der Deutschen Bank mit der Apple Watch bietet zum Start folgende Funktionen:

  • Finanzübersicht: Alle Konten, Karten und Depots bei der Bank auf einen Blick.
  • Umsatzanzeige: Die “Meine Bank”-App für die Apple Watch zeigt für das Konto vorgemerkte und gebuchte Umsätze – bis zu 90 Umsätze der vergangenen 180 Tage. Kreditkartenumsätze werden für den aktuellen Monat angezeigt.
  • Depotbestand: Die App bietet eine komplette Aufstellung der Vermögenswerte im Depot wie Aktien, Renten oder Rohstoffe. Dazu gibt es umfassende Informationen zu Preis-, Markt- und
    Performance-Indikatoren der einzelnen Werte.
  • Persönlicher FinanzPlaner: Das digitale Haushaltsbuch der Deutschen Bank mit automatischer Zuordnung der Ausgaben aus den vergangenen drei Monaten zu Kategorien wie beispielsweise Wohnen, Lebenshaltung oder Reisen.
  • Filial- und Geldautomatensuche: Anzeige von bis zu 20 Einträgen in der Nähe – mit Detailinformationen zur nächstgelegenen Filiale sowie Hinweisen auf Geldautomaten der Cash Group und dem Shell Bargeldservice. Mit einem Klick startet die Navigation zum ausgewählten Ziel.

Besonders sicher: Auf der Apple Watch werden keine persönlichen Finanzdaten gespeichert. Dadurch haben Dritte, etwa bei Verlust oder Diebstahl, keinen Zugang zu Konto- oder Depotinformationen, sobald die Verbindung zum iPhone unterbrochen ist. Besonders kundenfreundlich: Als weiteren Zusatz bietet die App eine Voice-over-Funktion. Mit ihr können sich Nutzer alle Inhalte vorlesen lassen. So eignet sich Banking mit der Apple Watch auch für blinde und sehbehinderte Menschen.

Um seine Finanzdaten auf die Apple Watch übertragen zu lassen, muss der Kunde die aktuelle Version der “Meine Bank”-App auf sein iPhone laden. Systemvoraussetzung ist mindestens ein iPhone 5 mit iOS 8.2. Sobald die Apple Watch mit dem iPhone verbunden ist, wird die Watch-Version der App automatisch auf der Uhr installiert und kann in wenigen Schritten aktiviert werden. Ein zusätzlicher Login auf der Apple Watch ist danach nicht mehr erforderlich.

Banking der neuen Generation

In den vergangenen Monaten hat die Deutsche Bank eine Reihe neuer digitaler Angebote für ihre Kunden vorgestellt. Intensiv genutzt werden etwa das komfortable Mobile-Banking mit der photoTAN oder das sichere Einloggen mit Fingerabdruck. Die Mobile-Banking-App der Deutschen Bank wurde bislang rund eine Million Mal heruntergeladen. Im Jahr 2015 führt die Deutsche Bank mehr als 70 digitale Services neu ein.

Über diese und weitere Innovationen im Digital-Banking können Sie unter dem Link https://www.deutsche-bank.de/pfb/content/onlinebankingkampagne.html mehr erfahren. Dort erhalten Sie auch Bilder zum Download.

Weitere Informationen zum Digital-Banking:

Im Rahmen ihrer Strategie 2015+ investiert die Deutsche Bank in ihrem Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC) 200 Mio. Euro in das digitale Bankgeschäft mit ihren Privat- und Firmenkunden. Relevanz und Komfort für die Kunden, hohe Qualität sowie schnelle Marktreife sind die Kriterien für die Weiter-entwicklung des digitalen Bankings von PBC.

Dafür baut PBC die Dienstleistungen, Informationsangebote und Interaktionsmöglichkeiten für die Kunden erheblich aus und führt die Vorteile der Online- und Filialwelt zusammen. Dazu gehört, das Know-how der Bank und ihrer Berater für die Kunden neben den Filialen zu jeder Zeit und an jedem Ort auch über digitale Technologien zur Verfügung zu stellen. Schon heute nutzt die Hälfte der mehr als acht Millionen Kunden in Deutschland die Online-Dienste der Deutschen Bank. 80 Prozent des Dialogs mit den Kunden erfolgen digital. Das Überweisungsvolumen beträgt jährlich mehr als 100 Mrd. Euro – neun von zehn Transaktionen des einfachen Zahlungsverkehrs wickeln die Kunden online oder mobil ab. Christoph Blumenthal Markus Weik

 

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Erfolg bei der gerichtlichen Feststellung der Wirksamkeit der Allgemeinverbindlicherklärung der Sozialkassentarifverträge

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat am 17. April 2015 festgestellt, dass die Allgemeinverbindlichkeit der Sozialkassentarifverträge für das Baugewerbe aus den Jahren 2008 und 2012 zu Recht erfolgte. Damit bleiben alle Baubetriebe – unabhängig von ihrer Verbandsmitgliedschaft – verpflichtet, die monatlichen Sozialkassenbeiträge an die SOKA-BAU in Wiesbaden abzuführen.

“Damit haben wir in einem jahrelangen Rechtsstreit, der zunächst vor dem Verwaltungsgericht Berlin begann, einen Etappensieg errungen. Auch wenn dieser Rechtsstreit vermutlich vor dem Bundesarbeitsgericht fortgesetzt werden wird und weitere Verfahren vor dem Landesarbeitsgericht anhängig sind, gibt es damit wieder größere Rechtssicherheit für die von den Sozialkassen der Bauwirtschaft an die Arbeitgeber (Urlaubsvergütung, Ausbildungskosten) und an die Arbeitnehmer (Urlaubsabgeltungen, Rentenbeihilfeleistungen) unseres Wirtschaftszweiges gewährten Leistungen”, erklärte dazu ZDB-Vizepräsident Frank Dupré.

Einige wenige Baubetriebe hatten bezweifelt, dass das Bundesarbeitsministerium die gesetzlichen Voraussetzungen für die Allgemeinverbindlicherklärung der Tarifverträge ausreichend geprüft hatte. Das wurde jetzt aber in einem ersten Verfahren auf der Grundlage des im August 2014 in Kraft getretenen Tarifautonomiestärkungsgesetzes durch das dafür allein zuständige Landesarbeitsgericht in Berlin bestätigt.

“Dieser Beschluss ist über den Einzelfall hinaus von großer wirtschaftlicher und verbandspolitischer Bedeutung” erklärte HDB-Vizepräsident Andreas Schmieg nach Bekanntwerden des gerichtlichen Beschlusses.

Beide alternierende Verhandlungsführer der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen für das Baugewerbe fügten übereinstimmend hinzu, es sei sinnvoller und zielführender, sich an der Diskussion über die tarifpolitische Bedeutung der Sicherung der Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer und der Erstattung der Urlaubskosten an die Arbeitgeber, der Förderung der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und der Gewährung zusätzlicher betrieblicher Altersversorgungsleistungen durch die seit fast 70 Jahren bestehenden Sozialkassen der Bauwirtschaft zu beteiligen, als auf dem Rechtsweg zu versuchen, diese bewährten und von breitester Akzeptanz auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite getragenen Sozialkassenverfahren erschüttern zu wollen.

Hintergrund:

Die zweite Kammer des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg hat in den beiden verbundenen Verfahren mit den Aktenzeichen 2 BVL 5001/14 und 2 BVL 5002/14 durch Beschluss vom 17. April 2015 festgestellt, dass die Allgemeinverbindlicherklärungen des Tarifvertrages über das Sozialkassen-verfahren im Baugewerbe vom 15. Mai 2008 und vom 25. Juni 2010 wirksam sind. Die Rechts-beschwerde zum Bundesarbeitsgericht wurde zugelassen. Die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg hat Bindungswirkung für eine Vielzahl von Beitragsklagen der SOKA-BAU, deren Ausgang von der Wirksamkeit der Allgemeinverbindlicherklärung abhängig ist. Dr. Heiko Stiepelmann

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Immer mehr junge Frauen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen

Die Coca-Cola light Initiative “Hör auf dein Herz” setzt sich mit Gendermedizinerin Prof. Dr. Regitz-Zagrosek und TV-Star Palina Rojinski auch in diesem Jahr für die Herzgesundheit junger Frauen ein.

Immer mehr junge Frauen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen

Die Coca-Cola light Initiative “Hör auf dein Herz” setzt sich gemeinsam mit Gendermedizinerin Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek und TV-Star und Initiativen-Botschafterin Palina Rojinski auch 2015 wieder für die Herzgesundheit junger Frauen ein.

Von Herzinfarkten und Schlaganfällen sind heute deutlich mehr junge Frauen in Deutschland betroffen als noch vor 15 Jahren. Dies teilte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zum Auftakt ihrer 81. Jahrestagung Anfang April in Mannheim mit. Demzufolge steht die Gesellschaft vor einer aktuellen Herausforderung: Aufklärung der Zielgruppe junger Frauen, die nicht ausreichend darüber informiert ist, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch für sie zum Gesundheitsrisiko werden können.

Die Aktualität des Themas bestätigt das Engagement von Coca-Cola light. Mit der Initiative “Hör auf dein Herz” wird diese Arbeit auch im fünften Jahr fortgesetzt. Bereits seit 2011 macht Coke light auf die Herzgesundheit insbesondere junger Frauen aufmerksam. Die Initiative “Hör auf dein Herz” zeigt, wie wichtig Prävention ist, und gibt praktische Tipps. Denn gerade die Generation moderner selbstbewusster Frauen lebt ein oft temporeiches Leben und vergisst dabei, auf die persönliche Balance zu achten. Initiativen-Botschafterin Palina Rojinski macht auf einen der Hauptrisikofaktoren aufmerksam: emotionaler Stress. “Ich kenne das Gefühl, häufig durch meinen Alltag zu hetzen”, sagt der erfolgreiche TV-Star. “Aber mir sind jetzt die Risiken bewusst und ich versuche, mehr auf mein Herz zu hören – dazu möchte ich auch andere Frauen inspirieren.”

Bewusstsein für einen aktiven und ausgeglichenen Lebensstil Coca-Cola light ermutigt Frauen, ihr Leben voll auszuschöpfen und bewusst zu genießen – und dabei im Gleichgewicht zu bleiben. Denn dauerhafter emotionaler Stress – das untersucht die Gendermedizinerin Prof. Dr. Regitz-Zagrosek aktuell – kann zum “Broken-Heart-Syndrom” führen. Die Forscherin befasst sich seit 2014 mit dem noch kaum bekannten Stressphänomen, das zu 90 Prozent bei Frauen auftritt. Als Gründungspartner der Initiative “Hör auf dein Herz” hat Coca-Cola light die Frauenherzforschung bislang mit insgesamt 700.000 Euro unterstützt. Coca-Cola GmbH Stefanie Effner www.coca-cola-deutschland.de

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136.000 Euro für Theater- und Schul-Projekte in Hessen

Förderung

Wiesbaden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die Projekte „FLUX – Theater in Hessen unterwegs“ und „TUSCH Frankfurt RheinMain“ mit 136.000 Euro. Die Förderung ermöglicht die Zusammenarbeit von insgesamt rund 80 Schulen und 40 Theatern aus ganz Hessen.

„Fördergelder hier sehr gut angelegt“

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich freue mich, dass die darstellende Kunst auch im Alltag der Schulen einen immer größeren Stellenwert gewonnen hat. Die intensive Begegnung von Schülern und Künstlern ist dabei eine wichtige Ergänzung zum Theaterbesuch. Zudem fördert Theater und Schauspiel maßgeblich die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb sind unsere Fördergelder hier sehr gut angelegt.“
 
Seit 2008 verknüpft das Projekt „FLUX“ Theater mit Schulen, die weit entfernt von städtischen Kulturangeboten liegen. Ziel ist es, Kulturangebote zu schaffen, die einer schwachen kulturellen Infrastruktur entgegenwirken. FLUX-Partnerschulen sind beispielsweise die Anna Freud Schule in Lich, die Mittelpunktschule Braunsberg in Breuna oder die Wendelinusschule in Petersberg. Für FLUX steht eine Fördersumme von 121.000 Euro zur Verfügung.

Partnerschaften zwischen Theatern und Schulen

Auch das Projekt „TUSCH“ dient der Entwicklung von Partnerschaften zwischen Theatern und Schulen, speziell in Frankfurt und im RheinMain-Gebiet. Die Arbeit umfasst das einzelne Theaterprojekt bis hin zu einer kompletten Partnerschaft. Künstler und Schüler arbeiten zusammen, Theater und Schulen lernen sich kennen. Für das Projekt stehen insgesamt 15.000 Euro bereit.

„Zur Förderung dieser wichtigen Projekte wie auch zur Unterstützung der Freien Theaterszene stehen in diesem Jahr rund 400.000 Euro mehr im Landeshaushalt zur Verfügung als noch im vergangenen Jahr. Damit setzen wir ein klares Zeichen, dass die freie Entfaltung der Theaterkunst auch außerhalb der Staats- und Stadttheater für alle Bürger Hessens ein wichtiges Anliegen der Landesregierung ist“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Beide Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium durchgeführt.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 

Mark Kohlbecher

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de

Mitteilungen des Landes Hessen

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Unverzichtbares Handwerk

„Das Handwerk ist unverzichtbar, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die Chancen zu nutzen.“ Dies sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Trier in der Europahalle.

“Ob demografischer Wandel, Energiewende oder Digitalisierung – das Handwerk ist bei allen zentralen Zukunftsthemen ein wichtiger Partner und eine starke Gestaltungskraft”, so Dreyer weiter.

Die Ministerpräsidentin gratulierte den Jungmeistern und Jungmeisterinnen und sagte, sie könne  angesichts dieses Nachwuchses beruhigt feststellen, dass das Handwerk in guten Händen sei und auch bleibe. „Das Handwerk bildet nicht nur das Rückgrat unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft; das Handwerk bietet auch ein breites Spektrum an Möglichkeiten für den beruflichen Werdegang – und das unabhängig vom Alter oder vom schulischen Abschluss“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Ausdrücklich würdigte sie das Modell der dualen Ausbildung  als einen Garanten für den Erfolg in Deutschland  und die im europäischen Vergleich niedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Die praktische Berufsausbildung direkt im Betrieb in Verbindung mit der Vermittlung theoretischer Kenntnisse an der Berufsschule biete beiden Seiten Vorteile. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Die Auszubildenden können ihr erworbenes Wissen sofort in der Praxis umsetzen und die Unternehmen profitieren wiederum von den betriebsspezifischen Kenntnissen der Nachwuchsfachkräfte.“ Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei das System der dualen Ausbildung zudem eine geeignete Maßnahme zur Fachkräftesicherung.

„Wir brauchen Master und Meister und Meisterinnen. Daher ist es in meinen Augen auch so wichtig, dass wir die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung weiter betonen und junge Menschen dazu animieren, eine Ausbildung zu beginnen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Jungmeister und Jungmeisterinnen seien der beste Beweis dafür, dass eine Ausbildung nicht die zweite Wahl sei, sondern ein alternativer und erfolgreicher Weg zum akademischen Studium.

Ein klares Bekenntnis legte die Ministerpräsidentin erneut zum Erhalt des Meistertitels ab. „Der Meister findet europaweit Anerkennung. Natürlich lässt sich nicht alles übertragen, aber in Bezug auf das System der dualen Ausbildung mit der Meisterprüfung kann Europa vom deutschen Modell lernen, und daher setzten wir uns auch weiter für den Erhalt des Meisters ein“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Landesregierung Rheinland-Pfalz

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DHL und UNDP unterstützen mazedonische Flughäfen bei der Katastrophenvorsorge

GARD Workshop Mit einem dreitägigen Katastrophenmanagement-Workshop bereitet sich der “Alexander der Große” Flughafen in Skopje auf mögliche Katastrophen vor.

Mit einem heute begonnenen dreitägigen Katastrophenmanagement-Workshop bereitet sich der “Alexander der Große” Flughafen in Skopje auf mögliche Katastrophen vor. Der Workshop ist Teil des “Get Airports Ready for Disaster” (GARD) Schulungsprogramms von Deutsche Post DHL Group und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).

“Get Airports Ready for Disaster” Workshops an den Flughäfen Skopje und Ohrid

Er wird in enger Abstimmung mit TAV Macedonia, dem Betreiber der beiden Flughäfen des Landes, “Alexander der Große” in Skopje und “Apostel Paulus” in Ohrid, durchgeführt. Ziel des GARD-Programms ist es, Flughäfen auf die logistischen Herausforderungen nach Naturkatastrophen vorzubereiten. In den Workshops werden den Flughafenmitarbeitern wichtiges Wissen und Logistikkompetenzen vermittelt, um sicherzustellen, dass es an den Flughäfen im Ernstfall nicht zu Engpässen kommt und die eintreffenden Hilfsgüterlieferungen möglichst effizient abgewickelt werden können. Das GARD-Konzept ist seit 2005 bereits erfolgreich an fast 30 Flughäfen umgesetzt worden, zum Beispiel in der Türkei, Armenien, dem Libanon, Indonesien, den Philippinen, Nepal, Bangladesch, Panama, El Salvador und Peru. Die GARD-Trainer – DHL-Logistikexperten, die ihre Kompetenzen unentgeltlich zur Verfügung stellen – arbeiten eng mit den Vereinten Nationen zusammen.

“Wir denken immer positiv und gehen nicht davon aus, dass es zur Katastrophe kommen muss”, sagt Zoran Krstevski, Geschäftsführer von TAV Macedonia. “Aber wir müssen auf alle möglichen Szenarien vorbereitet sein, also auch auf Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen. Darum schätzen wir die von DHL und UNDP organisierte GARD-Schulung um den Flughafen in Skopje sowie weitere auf den Ernstfall vorzubereiten.”

Maßnahmenplan wird Teil der nationalen Notfallplanung

Im Rahmen des Programms prüfen Flughafenmitarbeiter gemeinsam mit Vertretern aller Institutionen des nationalen Krisenmanagementsystems, wie gut die Logistikinfrastruktur und die Managementstrukturen der Flughäfen für den Katastrophenfall aufgestellt sind, und erarbeiten einen maßgeschneiderten, detaillierten Maßnahmenplan, um die nach einer Katastrophe eintreffenden Hilfsgüterlieferungen abzuwickeln. Zu den Institutionen des mazedonischen Krisenmanagementsystems gehören das Zentrum für Krisenmanagement, die Zivilschutzbehörde, die Agentur für die zivile Luftfahrt, das Transport- und Kommunikationsministerium, das Innenministerium und das Rote Kreuz. Der von den Vertretern dieser Institutionen, DPDHL Group, UNDP und dem Flughafenbetreiber erarbeitete Maßnahmenplan soll Teil der nationalen Notfallplanung werden.

“Wir freuen uns über diese Möglichkeit, unser GARD-Programm gemeinsam mit den mazedonischen Behörden durchführen zu können”, sagt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung bei Deutsche Post DHL Group. “Wir kennen die besonderen Anforderungen an Flughäfen in Katastrophensituationen aus eigener Erfahrung – vor allem die Anforderungen an die Logistikinfrastruktur. Die GARD-Initiative hilft den Flughäfen, sich in katastrophenfreien Zeiten auf diese Anforderungen vorzubereiten. Sie ist eine wertvolle Ergänzung unserer regelmäßigen Katastrophenmanagement-Aktivitäten.”

“Länder besser für die Bewältigung von Naturkatastrophen und menschengemachten Katastrophen zu rüsten, gehört seit jeher zu den Tätigkeitsschwerpunkten des UNDP”, sagt Louisa Vinton, ortsansässige Koordinatorin der Vereinten Nationen und Vertreterin des UNDP in Mazedonien. “Wir haben seit 2007 in diesem Bereich gemeinsam mit nationalen und lokalen Regierungen für 1,6 Millionen USD Projekte durchgeführt. Diese Schulung stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar. Erdbeben und andere Naturkatastrophen lassen sich nicht verhindern, aber durch eine bessere Vorbereitung und gezielte Investitionen kann man sicherstellen, dass Naturkatastrophen nicht automatisch zu humanitären Katastrophen werden.” Deutsche Post DHL Group

 

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‘Schulen in Sierra Leone wieder geöffnet, aber keiner geht hin’

Logo: Kindermissionswerk „Die Sternsinger e.V.

“Die Schulen in Sierra Leone sind seit dem 14. April wieder offiziell geöffnet, aber keiner geht hin”, so Salesianerbruder Lothar Wagner von Don Bosco Fambul in Freetown. “Eltern, Schüler und sogar Lehrer beobachten derzeit, was geschieht, und trauen sich erst aus der Deckung, wenn die Ebola vollständig besiegt ist”, macht der Partner des Kindermissionswerks “Die Sternsinger” deutlich. “Dies könnte aber sehr bald der Fall sein, denn die neu gemeldeten Infektionsfälle lassen sich alle zurückverfolgen und die Infektionsherde sind unter Kontrolle”, so Bruder Lothar weiter. Seit Mitte 2014 hatten sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation über 12.200 Menschen im westafrikanischen Sierra Leone mit Ebola infiziert. Mehr als 3.800 Frauen, Männer und Kinder starben an den Folgen.

Radioprogramm unterstützt auch weiterhin den Schulunterricht

Viele Schulen wurden während der Epidemie zu sogenannten “Holding Centers” umfunktioniert, in denen Ebola-Verdachtsfälle isoliert wurden. Diese Gebäude müssen jetzt zunächst desinfiziert und zum Teil wieder umgebaut werden. Wie viele Schulen in Kürze tatsächlich wieder Unterricht anbieten können, ist noch unklar, so die Einschätzung des Salesianers. Ursprünglich sollten die Schulen in Sierra Leone schon im März wieder geöffnet werden.

3.000 Radiogeräte unterstützen den Unterricht Nach Ausbruch der Ebola-Epidemie im Frühjahr 2014 war der reguläre Schulunterricht eingestellt worden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Als Überbrückung bis zur erneuten Wiedereröffnung der Schulen wurde der Unterricht per Radio und Fernsehen angeboten. Dieses Programm wird auch weiterhin ausgestrahlt.

Mit rund 180.000 Euro unterstützt das Kindermissionswerk das Lernprogramm. Unter anderem wurden 3.000 Radio- und 355 TV-Geräte angeschafft, um vor allem Mädchen und Jungen in entlegenen Dörfern die Teilnahme am Schulunterricht zu ermöglichen. Von Lehrkräften begleitet können rund 30.000 Kinder auf diese Weise täglich am einstündigen Fern-Unterricht teilnehmen.

Die Radio- und TV-Geräte bleiben auch nach Wiedereröffnung der Schulen in den Dorfgemeinschaften. Ausgewählte Familien kümmern sich um die Wartung und Nutzung der Geräte, werden zugleich via Radio über Ebola-Präventionsmaßnahmen informiert und geben dieses Wissen an die Dorfgemeinschaften weiter. Aufklärungsarbeit, zum Beispiel über die Infektion mit Ebola, findet so eine Fortsetzung und schnelle Verbreitung. Kindermissionswerk “Die Sternsinger”

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Strommarkt wird für Anbieter von Flexibilitätsoptionen bis 2025 attraktiver

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) stellt in ihrer Analyse “Entwicklung der Erlösmöglichkeiten für Flexibilität auf dem Strommarkt” Indikatoren vor, mit denen Marktteilnehmer und Politik die Preissignale des Strommarkts nach Flexibilität besser bewerten können. Denn der Bedarf an Flexibilität im Strommarkt steigt – beispielsweise für den Einsatz von Energiespeichern, Lastmanagement oder für die Steuerung dezentraler Erzeuger.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass es bis 2025 attraktiver wird, Flexibilitätsoptionen auf dem Strommarkt anzubieten. Zudem können sich Einsatzhäufigkeiten und Erlösanreize verdoppeln. Jedoch reagiert der Markt sehr sensibel auf Änderung der Marktbedingungen, beispielsweise durch neue Marktteilnehmer oder Änderungen bei Entgelten und Umlagen.

“Für den Erfolg der Energiewende muss das Stromsystem flexibler werden. Nur so kann es den steigenden Anteil schwankender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aufnehmen und auch in Zukunft Versorgungssicherheit gewährleisten. Die Marktakteure müssen aber wissen, wie sich die Anreize für den Einsatz von Flexibilitätsoptionen entwickeln. Die von der dena benannten Indikatoren sorgen hier für Transparenz”, so Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin Energiesysteme und Energiedienstleistungen der dena.

In der Analyse hat die dena die bisherige Entwicklung des Bedarfs und der Erlösmöglichkeiten für Flexibilität bis zum Jahr 2025 ausgewertet und aus den Ergebnissen Indikatoren abgeleitet. Diese können als Basis für eine regelmäßige, strukturierte Nachverfolgung dienen.

Im Fokus der Untersuchung standen der Day-Ahead Markt, der Intraday-Markt sowie der Einfluss weiterer Märkte wie der Regelenergiemarkt oder der Markt für abschaltbare Lasten. Für die Beurteilung der Flexibilitätsanreize können etwa Indikatoren wie die Höhe der Erlöse einer virtuellen Flexibilitätsoption auf dem Spotmarkt sowie die Häufigkeit und Höhe der Leistungsgradienten oder Preisunterschiede zwischen Intraday- und Day-Ahead-Markt herangezogen werden. Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Nadia Grimm

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Halina Wawzyniak: Führerscheinentzug: Koalition auf Abwegen

„Dass dieses Vorhaben schon im Koalitionsvertrag stand, macht es nicht richtiger und räumt schon gleich gar nicht die erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken aus. Die Begründung für die Hauptstrafe Führerscheinentzug, die Strafe müsse ein „fühlbares Übel“ darstellen, ist ein Einstieg in ein individualisiertes Strafrecht, das die Strafe im negativen Sinne von den persönlichen Lebensumständen der Betroffenen abhängig macht. Denn nicht jede und jeder hat einen Führerschein. Den einen kann nach einer Straftat dieser entzogen werden, den anderen nicht. Letztere müssten weiterhin mit Freiheitsentzug und Geldstrafe rechnen. Gutverdienende Straftäter/innen können sich zudem im Zweifelsfall chauffieren lassen. Der Führerscheinentzug bedeutet am Ende überhaupt keine Strafe für sie. Der Vorschlag ignoriert die unterschiedliche strukturelle Entwicklung von Stadt und Land. Für Verurteilte in Großstädten mit einem dichten Öffentlichen Personennahverkehrsnetz wäre ein Führerscheinentzug verkraftbar. Wer auf dem Land mit einer schlechten öffentlichen Verkehrsanbindung dazu verurteilt würde, sähe sich im Zweifelsfall von der Erwerbsarbeit abgekoppelt.

Der Vorschlag verkennt, dass bereits jetzt in erheblichem Umfang Geldstrafen verhängt werden können. Schon jetzt orientiert sich die Höhe des Tagessatzes bei der Geldstrafe am Nettoverdienst. Er kann auf höchstens 30.000 EUR pro Tag festgesetzt werden. Bei einem Höchststrafmaß von 360 Tagen kann es also theoretisch zu einer Geldstrafe von 10,8 Mio EUR kommen. Wenn dies für jemanden kein empfindliches Übel darstellt, dann wird auch ein Führerscheinentzug kein empfindliches Übel sein. Wer hingegen kein Vermögen besitzt muss schon jetzt damit rechnen, eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten zu müssen. Schon das ist eine erhebliche Ungleichbehandlung. Statt über Fahrverbote nachzudenken sollten Alternativen zur Ersatzfreiheitsstrafe wie zum Beispiel das Ableisten gemeinnütziger Arbeit erwogen werden.“ DIE LINKE

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Huml wirbt für Impfschutz – Impflücken etwa bei Masern vermeiden

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft zum Start der Europäischen Impfwoche am 20. April dazu auf, den eigenen Impfschutz regelmä&zlig;ig zu überprüfen. Huml betonte am Sonntag: “Die Masern-Fälle in diesem Jahr haben gezeigt, dass es Impflücken in der Bevölkerung gibt. Auffällig ist dabei, dass auch junge Erwachsene keinen ausreichenden Schutz gegen die Masern hatten.”

Bayerns Gesundheitsministerin zur Europäischen Impfwoche

Huml, die selbst Ärztin ist, warnte: “Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie können vielmehr gerade auch für Erwachsene gefährlich werden. Impfgegner sollten bedenken: Es geht nicht nur um den Selbstschutz, sondern auch um das Allgemeinwohl. Insbesondere müssen sehr kleine Kinder geschützt werden, die noch nicht geimpft werden können.”

Bereits seit dem Jahr 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut allen nach 1970 geborenen Erwachsenen eine Masernimpfung, sofern sie keine oder nur eine Impfung in der Kindheit erhalten haben oder der Impfstatus unklar ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will in der Europäischen Impfwoche an die empfohlenen Impfungen erinnern – mit dem Ziel, höhere Durchimpfungsraten in der Bevölkerung zu erreichen. Nach Angaben der WHO können durch Schutzimpfungen jedes Jahr etwa zwei bis drei Millionen Todesfälle u.a. aufgrund von Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Masern verhindert werden.

Ministerin Huml hat in diesem Jahr ihre Impfoffensive gegen Masern bereits verstärkt. In den vier südlichen bayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech und Rosenheim startete Anfang März eine regionale Aufklärungskampagne mit Kinospots. Damit wurden vor allem Jugendliche und junge Erwachsene daran erinnert, ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Im Herbst soll die bayerische Impfoffensive weiter vorangetrieben werden.

Ein Informationsblatt zur Masernimpfung für junge Erwachsene ist abrufbar unter http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/stmgp_gesund_001.htm. Weitere Informationen sowie einen Impfkalender finden Sie unter http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/impfen/schutzimpfungen/index.htm. Mitteilungen Bayerische Staatsregierung

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Sechsstreifiger Ausbau der A 6 Nürnberg

Die Bauarbeiten am knapp sechs Kilometer langen Abschnitt der A6 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost können starten. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute zusammen mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt symbolisch den ersten Spatenstich gesetzt. “Das ist ein bedeutender Tag für alle Nutzer der A6 im Ballungsraum Nürnberg”, betonte Herrmann. “Mit dem 6-streifigen Ausbau wird sich der Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Ost-West-Transitstrecke deutlich verbessern.”

Gleichzeitig hob der bayerische Verkehrsminister auch die Vorzüge des Ausbaus für den Lärmschutz hervor: “Unsere Anwohner im Nürnberger Stadtteil Moorenbrunn können sich auf deutlich mehr Lärmschutz freuen!” So ist auf einer Länge von 3,2 Kilometern ein lärmmindernder Fahrbahnbelag aus offenporigem Asphalt vorgesehen. Zudem werden auf einer Länge von 1,6 Kilometern Drahtschotterkästen, sogenannte ‘Gabionen’, mit aufgesetzten Lärmschutzwänden errichtet. Diese werden bis zu zehn Meter hoch sein, im Bereich der Anschlussstelle Nürnberg-Langwasser bis zu fünf Meter.

Wie Herrmann erläuterte, wird der 6-streifige Ausbau voraussichtlich bis Ende 2016 dauern. “Heuer werden wir die Fahrbahn Richtung Heilbronn ausbauen und die Lärmschutzwände errichten”, so Herrmann. “Kommendes Jahr folgt die Fahrbahn Richtung Amberg.” Die Kosten der gesamten Bauma&zlig;nahme einschlie&zlig;lich der Lärmschutzma&zlig;nahmen betragen laut Herrmann rund 62 Millionen Euro. 2017 werde schlie&zlig;lich die Gleiwitzer Stra&zlig;e im Bereich der Anschlussstelle Langwasser ausgebaut. “Dabei unterstützen wir die Stadt Nürnberg ma&zlig;geblich mit Mitteln aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz”, sicherte Herrmann mit Blick auf den Kostenanteil der Stadt Nürnberg in Höhe von rund zwei Millionen Euro zu.

Wie Herrmann weiter ausführte, werde die volle Wirksamkeit des 6-streifigen Ausbaus im Raum Nürnberg erst mit dem Ausbau des Autobahnkreuzes Nürnberg-Ost erreicht. “Unser Ziel ist jetzt, zeitnah Baurecht zu schaffen, um diesen wichtigen Autobahnknoten zügig ausbauen zu können”, erläuterte Herrmann. “Die Ein- und Ausfädelstreifen zu und von der A 6 westlich des Autobahnkreuzes werden wir bereits im Rahmen des heute startenden Streckenausbaus auf zwei Fahrstreifen verbreitern.” Auch westlich im Abschnitt von Roth bis Schwabach-West sind die Ausbauplanungen der A6 nach den Worten Herrmanns schon weit gediehen. “Wir wollen die Bauarbeiten zeitnah im Anschluss an die Fertigstellung des heute beginnenden Ausbauabschnitts aufnehmen.” An Bundesverkehrsminister Dobrindt richtete Herrmann: “Ich appelliere an den Bund, uns dafür die Finanzmittel rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.” Darüber hinaus setzt sich Herrmann dafür ein, den weiteren Ausbau der A6 bis zur Landesgrenze zu Baden-Württemberg im neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 in den ‘Vordringlichen Bedarf’ aufzunehmen.

Der Ausbau der A6 ist laut Herrmann dringend nötig. So sind zwischen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost täglich bis zu 78.000 Fahrzeuge unterwegs. Mehr als jedes fünfte davon ist ein Lkw (17.000 Lkw/ 24 h) – Tendenz weiter steigend. An Spitzentagen sind es sogar mehr als 100.000 Fahrzeuge. Mitteilungen Bayerische Staatsregierung

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Bahn wird mit Tarifeinheitsgesetz Weselsky bezwingen

Claus Weselsky wird in den kommenden Tagen wieder zum Buhmann der Nation werden. In den Augen von Millionen Pendlern ist der streitbare Chef der Lokführergewerkschaft GDL allein verantwortlich für stundenlange Wartezeiten auf den Bahnsteigen und Endlosstaus auf dem Weg in die Innenstädte.

Bahn Streik GDL Weselsky Tarifeinheitsgesetz

In der Tat nimmt die Salamitaktik des Sachsen ein ganzes Land in Geiselhaft. Nicht nur Menschen auf dem Weg zur Arbeit stöhnen, auch für die Industrie summieren sich die Belastungen durch die Ausstände auf inzwischen hohe dreistellige Millionensummen. Doch ist der GDL-Boss wirklich alleine Schuld an dem offensichtlich kaum lösbaren Streikdilemma? Es erscheint merkwürdig, dass Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber – wie auch gestern – immer wieder davon spricht, dass man kurz vor einer Lösung gestanden habe, die GDL dann aber die Verhandlungen abgebrochen habe. Weselsky kann daran eigentlich kein Interesse mehr haben.

Er braucht bald einen Abschluss. Spätestens zur Sommerpause will die Regierungskoalition ihr Tarifeinheitsgesetz verabschiedet haben. Danach soll sich der Abschluss in einem Unternehmen an der größten Einzelgewerkschaft ausrichten. Im Fall der Bahn ist das die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, die GDL und mit ihr Weselsky verschwänden in der Bedeutungslosigkeit. Nach den frustrierenden Erfahrungen der vergangenen Jahre ist genau dies das Ziel der Bahn. Eine Tarifeinigung kurz vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gäbe Weselskys Minigewerkschaft neuen Schub. Das will die Bahn verhindern – und nimmt offenbar Streiks bis zum Sommer in Kauf. Südwest Presse

Die Bundesregierung schürt mit dem Tarifeinheitsgesetz falsche Hoffnungen: Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK findet in dem Gesetzentwurf zur Tarifeinheit mehr Fragen als Antworten und auf keinen Fall die Lösung immer wieder auftretender Streikprobleme.

Das Tarifeinheitsgesetz ist kein Beitrag zur Rechtssicherheit.

Sicher ist nur, dass dieses Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht landen wird, weil es handwerklich schlecht gemacht ist, eine Unmenge von Auslegungsfragen aufwirft und verfassungsrechtlich in den Kernbereich der Koalitionsfreiheit eingreift“, begründet DFK-Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Goldschmidt die ablehnende Haltung zum Gesetzentwurf. Die Hoffnung, dass willkürliche Streiks zur Durchsetzung der Interessen z.B. von Kleinstgewerkschaften der Lokführer oder der Piloten mit dem Tarifeinheitsgesetz vermieden werden können, wird sich nicht erfüllen. Der mindestens fahrlässige Umgang mit dem Streikrecht, wie ihn aktuell wieder die Lokführer-Gewerkschaft GDL praktiziert, wird nicht ausgeschlossen.

Wichtiger als ein fragwürdiges Gesetz zur Tarifeinheit ist nach Auffassung des DFK eine Korrektur des Streikrechts. Dazu schlägt der Verband der Führungskräfte eine praktische Lösung vor: „Aus dem Betriebsverfassungsgesetz kennen wir die Einigungsstelle, mit der Konflikte beim Abschluss von Betriebsvereinbarungen gelöst werden. Dieses Instrument der betrieblichen Mitbestimmung ist seit Jahrzehnten bewährt. Bei Tarifkonflikten haben wir heute dagegen nur ein freiwilliges Schlichtungsverfahren, das bei einem Missbrauch von Arbeitskampfmaßnahmen letztlich aber nicht weiterhilft. Deshalb schlagen wir vor, auch bei Tarifkonflikten ein zwingendes tarifliches Einigungsstellenverfahren einzuführen, bei dem die Einigungsstelle dann auch abschließend entscheiden kann“, erläutert Goldschmidt den Vorschlag des DFK. www.die-fuehrungskraefte.de

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Mitteldeutsche Zeitung: Luftverkehr – Erhebliche Probleme bei der Sicherheit von Luftfracht

Bei der Sicherheit von Luftfracht gibt es weiter erhebliche Probleme. Das ergibt sich nach einem Bericht der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe) aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Links-fraktion. Demnach wurden im Jahr 2014 bei 38 Prozent der Kontrollen von “bekannten Versendern” Mängel festgestellt. Bekannte Versender sind vom Staat zertifizierte Unternehmen, deren Fracht als sicher gilt und nicht zwingend kontrolliert werden muss. Bei “reglemen-tierten Beauftragten” – das sind zertifizierte Logistikunternehmen – betrug die Quote der Mängel bei Kontrollen im vorigen Jahr 40 Prozent. In diesem Zeitraum wurden sechs Zulassungen widerrufen. Bei Subunternehmen gab es bei fünf von sechs Kontrollen Mängel. Das federführende Bundesverkehrsministerium schreibt in der Antwort, zwar seien der Bundespolizei bereits im Haushalt 2012 knapp 400 neue Stellen im Bereich Luftfrachtsicherheit zugesagt worden; etwa ein Viertel davon sei aber “qualifiziert gesperrt”.

Die Einführung einer Luftfrachtsicherheitsgebühr wiederum sei “rechtlich und auch wirtschaftspolitisch (Wettbewerbsnachteile) problematisch”. Ein Luftsicherheits-verbindungsbeamter schließlich existiere bisher nur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Frage nach dem Personal-fehlbestand lässt die Regierung offen. Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Jan Korte, sagte der “Mitteldeutschen Zeitung” zu den Zahlen: “Die Übertragung von Sicherungsaufgaben an private Unternehmen, das Prinzip der ‘sicheren Lieferkette’, ist eine Illusion von Sicherheit, die keiner objektiven Prüfung standhält. Während Touristen am Flughafen im wahrsten Sinne aufs peinlichste genau untersucht werden, stehen die Tore bei der Luftfracht weit auf.” Er fügte hinzu, es sei “dringend nötig, die maßlose Privatisierung der Luftsicherheit zurückzudrängen”. Der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, beklagte in dem Blatt: “Nur an drei von zwölf deutschen Flughäfen führt die Bundespolizei überhaupt Transferfracht-kontrollen durch, und zwar stichprobenartig, nämlich in Leipzig/Halle, Köln/Bonn und Frankfurt am Main. Die sichere Lieferkette gibt es eigentlich gar nicht.”

Im Übrigen herrsche in dem Bereich ein Kompetenzwirrwarr, weil auch die Fluggesellschaften, das Luftfahrtbundesamt und der Zoll involviert seien. Er forderte: “Man muss den Aufgabenwirrwarr endlich beenden. Es gibt viel zu viele Köche, die den Brei verderben. Und wenn man Aufgaben überträgt, dann muss man auch das entsprechende Personal bereitstellen, und zwar an allen deutschen Flughäfen.” Das Thema Luftsicherheit hatte im Jahr 2010 für erhebliche Debatten gesorgt. Damals waren zwei Paketbomben gefunden worden. Sie kamen aus dem Jemen, waren für die USA bestimmt und wurden am Flughafen Köln/Bonn umgeschlagen. US-Ermittler vermuteten den mutmaßlichen Al-Qaida-Terroristen Ibrahim Hassan al-Asiri hinter den Attentatsplänen. Aus Sicherheitskreisen verlautete, die abgefangenen Paketbomben seien voll funktionsfähig gewesen und hätten großen Schaden anrichten können. Trotz erfolgreicher Kontrolle sei der Frachtverkehr allerdings nicht so leicht in den Griff zu bekommen wie der Personenverkehr. Mitteldeutsche Zeitung

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Landeszeitung Lüneburg: Ökologischer Tanz auf der Rasierklinge

Das rätselhafte Verlöschen der alten Kultur auf der Osterinsel wird oft als düstere Warnung vor unserer Zukunft angesehen. Die Rapanui hinterließen bis zu zehn Meter große Figuren aus Lavatuff, die Moai. Die Osterinsel ist die einsamste ständig bewohnte Weltgegend.

Interview mit dem Wissenschaftler Dr. Gunnar Brandt über die Osterinseln

3700 Kilometer trennen sie vom nächstgelegenen Festland, 2000 Kilometer von der nächsten bewohnten Insel. Die einst von üppigen Palmenwäldern bedeckte Insel ist heute kahl, gilt auch deshalb als Parabel für die Rücksichtslosigkeit des Menschen gegenüber den eigenen Lebensgrundlagen. Theoretische Ökologen aus Bremen nehmen nun etwas Schuld von den Schultern der Rapanui. Dr. Gunnar Brandt: “Die Rapanui bewirtschafteten ihre Ressourcen immerhin so, dass ein Kollaps ausblieb. Erst die Ankunft der Europäer, die Krankheiten mitbrachten und die Ureinwohner versklavten, löschte die Kultur aus.” 2 Der Niedergang der alten Kultur auf der Osterinsel fasziniert seit jeher Historiker und Archäologen. Was fasziniert theoretische Ökologen daran? Dr. Gunnar Brandt: Wie die anderen Disziplinen auch hat meinen Kollegen Prof. Agostino Merico und mich der geheimnisumwitterte Niedergang eines auf einer sehr abgeschiedenen Insel lebenden Volkes fasziniert. Kleine Inseln sind für Ökologen oftmals natürliche Laboratorien, da sie sich im Gegensatz zu größeren Ökosystemen besser abgrenzen und somit einfacher verstehen lassen. Nicht zufällig wurde eine Parabel formuliert, in der die Osterinsel für die Menschheit als Ganzes steht.

Eine Insel, die so abgeschieden im Meer liegt wie die Erde im All…

Dr. Brandt: …genau, man kann selbst ohne nähere Informationen davon ausgehen, dass es zwischen Erstbesiedlung und Entdeckung durch die Europäer nicht zu regelmäßigen Kontakten mit anderen Völkern gekommen ist. Das heißt, wir können über einen langen Zeitraum den Umgang der Bevölkerung mit ihren Ressourcen beobachten. Ideal für ein Modell, wie wir es entworfen haben.

Seit Jared Diamonds Buch “Kollaps” gilt die Osterinsel als Lehrbeispiel für ökologischen Selbstmord. Liefern Ihre Forschungen jetzt den Freispruch für den Rapanui, der die letzte bis zu 30 Meter hohe Palme der Insel fällte?

Dr. Brandt: Diesen Freispruch haben eigentlich schon Terry Hunt und Carl Lipo versucht zu liefern. Ihre Arbeiten lösten die scharf geführte Kontroverse zwischen den Verfechtern zweier unterschiedlicher Theorien aus. Diamond nahm einen selbstverschuldeten Kollaps, einen Ökozid, an: Die Rapanui hätten die Wälder für Brennholz und Ackerland gerodet, bzw. die Bäume gefällt, um die kolossalen Steinfiguren, die Moai, an ihre Aufstellungsorte an der Küste zu transportieren. Schließlich sollen die meisten Inselbewohner in einem kriegerischen Konflikt zwischen verfeindeten Stämmen um 1680 ums Leben gekommen sein. Hunt und Lipo entdeckten allerdings keine überzeugenden Belege für einen derartigen Kollaps vor Ankunft der Europäer.

Sie vertreten dagegen einen Genozid: Die Europäer brachten bei ihrer Entdeckung tödliche Krankheiten aus der alten Welt mit, denen die Immunsysteme der Inselbewohner nichts entgegenzusetzen hatten. Die Überlebenden wurden später versklavt, um auf den Guano-Inseln vor Peru Dünger abzubauen. Uns hat verblüfft, dass zwei Forscherteams trotz identischer Datenbasis derartig gegensätzliche Schlussfolgerungen zogen. Also haben wir uns als theoretische Ökologen der Daten angenommen und ein mathematisches Modell erstellt. Die Fragestellung lautete, ob ein selbstverschuldeter Ökozid vorlag oder ein von außen ausgelöster Genozid.

Sie stützen Ihre Ergebnisse insbesondere auf Radiokarbondatierungen des abgeholzten Palmenwaldes. Danach kam das Ende nicht so schnell wie bisher angenommen?

Dr. Brandt: Zum einen legen aktuelle Daten laut Hunt und Lipo nahe, dass die ersten polynesischen Siedler erst um 1200 die Insel erreichten, nicht bereits um 800 wie von der Mehrheit der Forscher bislang vertreten. In unserem Modell nehmen wir daher diese spätere Ankunftszeit an. Zum anderen weist das zeitliche Muster dieser Daten auf die variierende Abholzungsaktivität der Inselbewohner hin. Wir haben mit dem Modell versucht die von Diamond und Hunt erstaunlich detailliert beschriebenen Bevölkerungsentwicklungen zu reproduzieren und haben dann die vom Modell vorhergesagten Abholzungsverläufe mit den Beobachtungsdaten verglichen. Danach liegt der plausibelste Verlauf ziemlich genau in der Mitte der beiden gegensätzlichen Theorien Ökozid und Genozid.

Wir vertreten daher die Annahme, dass es die von Diamond angenommen hohen Bevölkerungszahlen von weit über 10 000 nie gegeben hat. Ausgehend von einer Population von vielleicht 5000 Bewohnern erfolgte ein langsamer Niedergang, vor allem weil die Ressource Holz, die für den Bau von Häusern und Kanus und als Brennholz unersetzlich war, so intensiv genutzt wurde, dass sie immer seltener wurde. Am Ende setzte die Ankunft der Europäer den Schlusspunkt für die bereits durch Ressourcenknappheit geplagten Bewohner. Wer nicht Krankheiten erlag, wurde verschleppt. Für den Bevölkerungsrückgang war, zumindest in unserem Modell also das Zusammenspiel zweier Prozesse ursächlich.

Welche Rolle spielte neben dem Menschen ein Umweltschädling, die Pazifische Ratte, die von den Polynesiern mit eingeschleppt worden war?

Dr. Brandt: Vermutlich wurde sie sogar bewusst als Nahrungsquelle mit auf die Insel gebracht, denn es ist eher unwahrscheinlich, dass sie auf einer wochenlangen Seereise in Kanus unbemerkt geblieben wäre. Diese Nager können die Reproduktionsrate von Palmen deutlich verringern, weil sie sich in erster Linie von Palmnüssen ernähren. In den Augen der Genozid-Verfechter hatte die Ratte daher ganz entscheidenden Anteil an der Verringerung der ökologischen Tragfähigkeit der Insel und damit auch am Niedergang der Inselbewohner. Unser Modell kann leider wenig zur Klärung der kontrovers diskutierten Rolle der Pazifischen Ratte beitragen, insbesondere weil Annahmen über die Reproduktionsrate der ausgestorbenen, bis zu 30 Meter hohen Jubaea-Palme und der genaue Effekt der Nager auf die Reproduktion mit großen Unsicherheiten belegt sind. Klar ist: Als der niederländische Kapitän Jacob Roggeveen um Ostern 1722 die Insel erreichte, war von dem ursprünglich fast die ganze Insel bedeckenden Wald nur noch sehr wenig übrig und unabhängig von dem Einfluss der Pazifischen Ratte können die Palmen nur von den Inselbewohnern gefällt worden sein.

Die Osterinsel ist ein ganz besonderes natürliches Labor mit einer fragilen Ökologie: trocken und isoliert weitab im Meer, der Zufluss von Nährstoffen über die Atmosphäre oder Vulkanasche ist eher gering. War die Osterinsel eine zu brüchige Basis, um einen kulturellen Wettstreit um die Errichtung der Steinskulpturen zu tragen?

Dr. Brandt: Es war mit Sicherheit ein anspruchsvolles, weil nicht allzu produktives Ökosystem. Die Kapazität einer so kleinen Insel eine Bevölkerung zu ernähren, ist mangels Ausweichmöglichkeit beschränkt – zumal, wenn man sich größtenteils auf die Früchte des Bodens verlässt. Nachdem der Wald abgeholzt war, hing die Bevölkerung von der Landwirtschaft ab. Nach Brand-rodungen hat man noch einige gute Ernten, doch irgendwann ist der Boden trotz spezieller Anbautechniken ausgelaugt und auf dieser entlegenen Vulkaninsel erfolgt nur wenig natürlicher Nährstoffeintrag. Es ist in diesem Zusammenhang verwunderlich, dass die Rapanui sich nicht stärker in der Fischerei engagiert haben, aber die archäologischen Indizien legen nahe, dass die Fischerei nur in der Anfangszeit nach der Erstbesiedlung eine größere Rolle gespielt hat.

Das erinnert an die Wikinger auf Grönland, die nicht dem Beispiel der Inuit folgten und Fische sowie Robben fingen, sondern ihren Lebensunterhalt wie in der skandinavischen Heimat als Bauern erbringen wollten.

Dr. Brandt: Wobei es in dem Fall der Osterinsel unklar bleibt, warum sich die Rapanui dazu entschieden. Wie bei vielen Detailfragen über die Osterinsel erschwert das völlige Fehlen schriftlicher Überlieferungen ein besseres Verständnis der vergangenen Ereignisse und der Beweggründe, die zu dem Lebenswandel der Inselbewohner geführt haben. So wirft diese kleine Insel trotz aller Forschungsanstrengungen noch viele Rätsel auf und fasziniert Forscher wie Laien weiterhin.

Experimentalarchäologen haben die bis zu 90 Tonnen schweren Steinstatuen, die über die ganze Insel verteilt sind, mit Seilen in eine Art wiegenden Gang versetzt und so aufrecht gehend bewegt ohne dass dazu Bäume gefällt werden müssten – was ja auch der mündlichen Überlieferung der Rapanui entspräche. Gingen die Bewohner also pfleglicher mit ihren Ressourcen um als angenommen?

Dr. Brandt: Das war ein spannendes Experiment, das eine gewisse Plausibilität erzeugt, aber keinen endgültigen Beweis erbringt. Vielleicht wurde für den Transport der Kolosse dennoch Holz benötigt, aber diese Fragen können besser von Archäologen als von einem theoretischen Ökologen beantwortet werden. Gleichwohl gingen die Rapanui offensichtlich erheblich pfleglicher mit ihren Ressourcen um, als ihnen Diamond attestiert hat. Folglich kam es auch nicht zu dem kurzen, katastrophalen Kollaps.

Taugt die Osterinsel als Metapher für die Zähigkeit menschlicher Gesellschaften, versehen mit der Fähigkeit, sich widrigsten Bedingungen anzupassen?

Dr. Brandt: Auf jeden Fall. Die Osterinsel bleibt auch für uns als Parabel für die Menschheit in einem globalen Ökosystem lehrreich. Die Gesellschaft der Osterinsel, die den Wald abholzte, danach aber über Jahrhunderte von der Landwirtschaft lebte, zeigt die Anpassungsfähigkeit des Menschen. Aber zugleich belegt die Osterinsel auch, dass ein System, das bereits unter Stress steht, bei unvorhergesehenen Ereignissen in die Knie gehen kann. Bei den Rapanui war dies die Ankunft der Europäer, in der heutigen Welt könnten dies sprunghafte Klimaänderungen, Variationen der großen Meeresströmungen oder wie so häufig auch Kriege sein. Zwei Beispiele: Jahrhundertelang wurden viele Fischbestände bis an den Rand der Erschöpfung genutzt; in einer solchen Situation können kleinste Veränderungen in den Randbedingungen eines Ökosystems, seien sie mensch-gemacht oder natürlichen Ursprungs, zu einem unvorhergesehenen und oftmals nicht umkehrbaren Kollaps führen.

Heute haben einige Fischereien bereits solche sogenannten Kipppunkte überschritten, mit negativen Konsequenzen nicht nur für den Fischbestand sondern auch für betroffene Gesellschaften. Oder Kalifornien: Die Süßwasserkrise des Sonnenstaates ist seit Jahrzehnten bekannt. Dennoch wurde dort weiterhin wasserintensiver Obstanbau betrieben und intensiv der Rasen im eigenen Garten bewässert, alles mit fossilem Grundwasser, das sich nur sehr langsam erneuert. Nach vier Jahren Dürre scheint das System nun an einen Punkt geraten zu sein, an dem der Zusammenbruch nur noch schwer abzuwenden ist und dramatische ökologische, soziale und wirtschaftliche Konsequenzen drohen. Intensiv genutzte Mensch-Umwelt Systeme sind sehr anfällig für externe Störungen. Und eine Störung kann uns auch jederzeit passieren. ↔Das Interview führte ↔Joachim Zießler Landeszeitung Lüneburg

 

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Nie wieder! Das Gedenken an das Kriegsende

In ihrer allerersten Ausgabe vom 23. Oktober 1945 titelte die MZ: “Deutschlands Vernichter unter Anklage.” 70 Millionen Tote, Europa in Trümmern, das Menschheitsverbrechen des Holocausts – die Schrecken des Zweiten Weltkriegs waren allgegenwärtig, als unsere Zeitung damals über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse berichtete und die Schuldigen benannte: die Nazis, die schlimmste Mörderbande der Geschichte. Heute, 70 Jahre später, ist das dunkle Kapitel durch zahlreiche Gedenkveranstaltungen wieder präsent. Und bald werden wir wieder aus bekannten Ecken Forderungen hören, endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen: “Wir haben genug gezahlt, wir haben genug gebüßt, wir wollen nicht ewig die Sündenböcke der ganzen Welt sein,” heißt es dann – dieselben Parolen, die schon vor 10, 20, 30 und 40 Jahren verbreitet wurden.

Mahnungen sind hochaktuell

Die Geschichte kennt aber keinen Schlussstrich. So wie die deutsche Einheit, Kaiser Wilhelm II. oder Friedrich Barbarossa Teil unserer Vergangenheit sind, so ist es auch der Holocaust. Wer eine Auslöschung der Erinnerung daran fordert, verlangt Geschichtsfälschung. Und er verhöhnt die Opfer der Nazis – sowie die letzten Überlebenden der Vernichtungslager. Beim Gedenken an das Kriegsende geht es nicht um eine deutsche “Erbschuld”, die von Generation zu Generation weitergereicht wird. Sondern darum, die Erinnerung an die größte Menschheitskatastrophe wachzuhalten verbunden mit der Mahnung, dass sich so etwas niemals wiederholt. Zumal die letzten Zeitzeugen in wenigen Jahren tot sein werden. Warum es so wichtig ist, immer wieder an die Vergangenheit zu erinnern, zeigt eine Auswahl von MZ-Artikeln der vergangenen Wochen und Monate: Vor 70 Jahren wurde die Nazi-Diktatur beendet – heute brennen in Deutschland Flüchtlingslager. Die Öffentlichkeit gedenkt der Befreiung der Konzentrationslager – in einem Dorf bei Flossenbürg tauchen Hakenkreuz-Schmierereien auf. 2011 flog die NSU-Terrorzelle auf – im Münchner Prozess werden seitdem die Abgründe des rechtsextremistischen Terrors sichtbar.

Der Pegida-Gründer posiert mit Hitler-Bärtchen – und seine Bewegung mobilisiert Tausende Bürger zu Protesten gegen die vermeintliche Islamisierung des Abendlands. Ausgerechnet in Dresden – der Stadt, deren Zerstörung zum Sinnbild der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs wurde. All das zeigt, dass die Mahnung: “Nie wieder” keine leere Phrase ist. Sie muss ein moralisches Gebot für jeden Demokraten sein, damit sich finsterste Geschichte bei uns nicht wiederholt. Deutschland hat sich durchaus einer weltweit wohl einzigartigen Vergangenheitsbewältigung gestellt – in den Schulen genauso wie in der historischen und medialen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Aus diesem Grund sind Neonazis, Rassisten und Antisemiten bei der Mehrheit der Bevölkerung geächtet. Das ist ein Verdienst der Politik und eine große Leistung der demokratischen Gesellschaft. Denn der Blick auf unsere EU-Nachbarn zeigt, dass diese Errungenschaft alles andere als selbstverständlich ist. In Österreich feierte die rechtspopulistische FPÖ mit ausländerfeindlichen Parolen zahlreiche Wahlerfolge. Gleichzeitig sehnt sich jeder Dritte in der Alpenrepublik laut einer Umfrage nach einem starken Führer.

In Frankreich hat der Gründer des Front National nie einen Hehl aus seinem Judenhass gemacht. Inzwischen wird seiner Tochter Marine Le Pen zugetraut, die nächsten Präsidentenwahlen zu gewinnen, nachdem sie sich offiziell vom Antisemitismus distanzierte. Deutschland ist vor ähnlichen Entwicklungen nicht gefeit. Man denke an die AfD, in der es durchaus Sympathien für Parolen von Rechtsaußen gibt und die in Parlamente einzieht. Auch bei uns könnte etwas geschehen, das in vielen Nachbarländern als “normal” empfunden wird: Die extreme Rechte wird – unter bürgerlichem Deckmantel – wieder als salonfähig empfunden. Die Gesellschaft muss daher wachsam bleiben. Das gelingt nur, indem man die Erinnerung an die Geschichte bewahrt. Von Stefan Stark / Mittelbayerische Zeitung

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