Wednesday, March 25, 2015

Landeszentralstelle Psychosoziale Notfallversorgung unter neuer Leitung; Innenstaatssekretärin: Thomas Scheld genießt großes Vertrauen



Erscheinungsdatum:

25.03.2015 08:30 Uhr


KIEL. Thomas Scheld aus Tremsbüttel im Kreis Stormarn ist neuer Leiter der Landeszentralstelle Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) Schleswig-Holstein. Der Psychotherapeut mit den Wurzeln im Rettungsdienst ist Fachwart für Psychosoziale Unterstützung beim Kreisfeuerwehrverband Stormarn und Fachleiter für Feuerwehrseelsorge/Psychosoziale Unterstützung beim Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein. Thomas Scheld begleitet die Arbeit der Landeszentralstelle seit ihrer Einrichtung und vertrat die Landeszentralstelle bereits mehrfach auch auf Bundesebene. Am 17. Juni wird er vom MIB bei der Arbeitsgemeinschaft PSNV der Küstenländer eingeführt.


Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler, die Scheld in sein Amt berufen hat, würdigte am Mittwoch (25. März) in Kiel dessen Kompetenz und das Vertrauen, das er bei den im Lande an der PSNV mitwirkenden Hilfsorganisationen, Verbänden und Einrichtungen genieße. Das sei beispielsweise auf der 7. Landeskonferenz Psychosozialen Notfallversorgung – dem zentralen Gremium der PSNV im Lande – vor wenigen Tagen an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee deutlich geworden. An der Konferenz haben neben anderen auch Vertreter der im Rettungsdienst tätigen Organisationen, der Feuerwehr, der Landes- und der Bundespolizei, der Kirchen, der Kassenärztlichen Vereinigung und des Havariekommandos teilgenommen. Sie alle hätten Thomas Scheld ihre Unterstützung und Zusammenarbeit zugesichert. „Das ist eine grundsolide Vertrauensbasis“, sagte die Staatssekretärin.


Ein schweres Unglück stelle für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen oder Vermissende eine große psychische Belastung dar. Auch ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer der Feuerwehr, im Rettungsdienst sowie im Zivil- und Katastrophenschutz würden oft physisch und psychisch durch Einsatzsituationen besonders belastet. „Es ist daher notwendig, von einem Unglück Betroffene sowie ehrenamtliche und hauptberufliche Retter nach schrecklichen Ereignissen psychosozial zu betreuen“, sagte Söller-Winkler. Die Belastungen müssten möglichst unmittelbar nach einem schweren Unglück oder einer Katastrophe abgebaut und die Menschen in die Lage versetzt werden, ihren Stress individuell zu bewältigen. „Die psychologische und seelsorgerische Betreuung vor und nach einem Einsatz ist praktische Gesundheits- und Daseinsvorsorge“, so die Staatssekretärin.


Bereits 2010 hat das Land Schleswig-Holstein den Qualitätsstandards und Leitlinien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zugestimmt und begonnen, diese ab 2011 auf Landesebene umzusetzen. Die Umsetzung der bundeseinheitlich vereinbarten Standards und Leitlinien der PSNV stellen nach Ansicht von Söller-Winkler einen Mehrwert für den Katastrophenschutz im Lande dar.


Zur Unterstützung der Kreise und kreisfreien Städte sowie der in die PSNV eingebundenen Organisationen hat das Innenministerium in Übereinstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein (LFV-SH) als ehrenamtliche Aufgabe die „Landeszentralstelle PSNV“ eingerichtet. Diese ist mit Rücksicht und aus Respekt vor den in der Vergangenheit entstandenen überwiegend ehrenamtlichen Strukturen auf dem Gebiet der PSNV organisatorisch beim LFV-SH angebunden.


Die Landeszentralstelle PSNV ist ein Garant für den PSNV-Standard und deren Leitlinien“, sagte die Staatssekretärin. Die Umsetzung aller Belange der PSNV sowie der Qualitätsstandards und Leitlinien erfolge durch die PSNV-Landeszentralstelle in Abstimmung mit dem Innenministerium. Dies betreffe auch die Aus- und Fortbildung von Führungskräften der PSNV im Rahmen der bundeseinheitlichen Mindeststandards an der Landesfeuerwehrschule auf Kosten des Landes Schleswig-Holstein.


Verantwortlich für diesen Pressetext:

Thomas Giebeler | Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3007 | Telefax 0431 988-3009 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de


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